Noch Plätze Frei – Auf zur Demo nach Frankfurt!

Die Uni gehört allen! Auf zur bundesweiten Demo nach Frankfurt am Main!Am Samstag, den 30. Januar 2010 findet in Frankfurt am Main eine bundesweite Großdemonstration unter dem Aufschrei „Die Uni gehört allen – solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben“ statt. Nach der brutalen polizeilichen Räumung des Casinos der Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität Frankfurt soll die Demo selbstbewusst ins Protestjahr 2010 einläuten. Der AStA der Universität Potsdam hat beschlossen, die Bus-Anreise finanziell zu unterstützen. Für uns bedeutet das, dass wir für voraussichtlich nicht mehr als zehn Euro die Gelegenheit haben, für freie Bildung und Wissenschaft oder welche politischen Inhalte zu dem Motto ihr dazu noch auf die Straße tragen wollt, zu demonstrieren.

Es sind noch Plätze frei im Bus – meldet euch an unter potsdambrennt@gmx.de

Da Frankfurt am Main nicht gerade um die Ecke ist, werden wir am Samstag am Potsdamer Hauptbahnhof (Busbahnhof rechts neben Haupteingang) bereits um 6 Uhr abfahren müssen. Egal, ob ihr eher der verschusselt-zuspätkommende oder entspannt-planend-pünktliche Typ seid, seid rechtzeitig vor Ort. Eine Viertelstunde vorher hat sich bewährt.
Rückfahrt ist erst gegen 23 Uhr abends, wir werden also erst in der Nacht zu Sonntag in Potsdam wieder ankommen.

Hier der Aufruf der Frankfurter Kommiliton_innen:
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Die Textfassung…
Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten. Studierende besetzten dort Ende November eines der Gebäude der Goethe-Uni, das regelmäßig an Konzerne vermietet wird. Sie wollten dort Raum und Zeit für eine kritische Auseinandersetzung schaffen. Am 02.12.2009 wurde dieser studentische Protest gewaltsam durch die Polizei beendet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand an der Frankfurter Universität: Kritischen Studierenden drohen die Zwangsexmatrikulation und Strafverfahren, immer wieder patrouilliert Polizei auf dem Campus und der Universitätsbetrieb wurde mehrfach durch Aussperrungen lahm gelegt.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsame Forderung: Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Die Uni gehört Allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Weitere Infos, Mobimaterial, Jingels und vieles mehr findet ihr auf der Website www.unigehoertallen.tk

Das Mobi-Video…


20 Antworten auf „Noch Plätze Frei – Auf zur Demo nach Frankfurt!“


  1. 1 Robert 28. Januar 2010 um 14:35 Uhr

    Schönes Logo, es demonstriert jemand Vermumtes der etwas schmeißt und um das etwas abzuschwächen hat man ihm statt einen Stein ein Buch in die Hand gedrückt. Zeigt wenigigstens mit welcher Einstellung Leute dahin gehen sollen, aber dann hinterher wieder über die Polizei meckern weil die sich nicht hat brav beschimpfen, verarschen und beschmeißen hat lassen. Zu dem ist das Motto toll „die uni gehört allen“ und deshalb stört ihr die Veranstaltungen von anderen, denn mit allen seit eigentlich nur ihr gemeint.

  2. 2 Ben 28. Januar 2010 um 15:08 Uhr

    Robert, wollen wir tauschen: Ich schick dir die Zugangsdaten rüber und du blogst, während ich solang für dich unter jedem Artikel mit dumm-naive Kommentare pöbele?
    Ganz im Ernst: Dein Beitrag kam vielleicht 2 Minuten, nachdem der Artikel online war. Willst du nicht auch mal Hausarbeiten schreiben, Freunde treffen, Musik hören, Orangensaft trinken oder Schlittenfahren? Ich hab ja im Audimax während der Besetzung jederzeit befürchtet, dass Hochschul- und Bildungspolitik dort zu meinem ausschließlichen Lebensinhalt werden könnte. Jetzt wo ich sehe, dass du mit dem Internet und diesem Blog verwachsen bist, mach ich mir da weniger Sorgen. Denn ich weiß: Es geht noch krasser. Meine Bitte an dich: Komm davon runter, das wird auf die Dauer echt ungesund.

  3. 3 dennis 28. Januar 2010 um 16:05 Uhr

    ich find das Logo zwar auch nicht so super, aber Bens Kommentar is echt sowas von geil, LOLOLOLOL

  4. 4 Robert 28. Januar 2010 um 16:37 Uhr

    Ben, kommen die Zugangsdaten bald oder ist das auch wieder eine Lüge von dir?

    Zu der Lüge würde auch passen, dass du den gegenüber als dumm und naive bezeichnest, dass passt zu der Arroganz die du ganz speziell an der Tag legst und deckt man sie mal auf, kommt nicht mehr viel von dir, denn hinter der Fassade aufgebaut aus Worthülsen ist bei dir leider nicht viel.

    Und ganz im Ernst, soll ich in Zukunft immer meinen Zeitplan nach eueren Artikeln einrichten und drauf achten, dass wenn ich gerade auf eure Seite gucke der Artikel nicht zu frisch sein darf?

    Aber danke dass du jetzt noch denkst beurteilen zu können, was ich in meiner Freizeit mache, passt ebenfalls in das BILD das du von anderen Menschen malst. Einmal durch beleidigen und fertig.

    Aber inzwischen beleidigst du nicht mehr so versteckt, sondern ganz offen. Was ist los fühlst du dich auf den Schlips getreten, weil jemand mal deine Selbstbeweiräucherung und Lügen hinter deinen möchte gern intellektuellen Satzkonstruktionen aufdeckt?

    Also ich habe in der Woche übrigens schon Freunde getroffen, Organgensaft getrunken, gearbeitet, die Uni besucht,…

    Ist es jetzt verboten euren Blog zu lesen und eure Meinungen zu kommentieren, ist es dir zu böse das du nicht still im Kämmerlein bist, wurdest du im Kindergarten zu oft geärgert dass du jetzt auf diese Art und Weise mit deinen Mitmenschen umgehst?

    Grüße
    Robert

    P.S. Ich warte immer noch auf die Zugangsdaten für den Blog.
    P.S. 2 An alle anderen Blogteilnehmer, es tut mir Leid das ich mich auf sein Niveau hab herab ziehen lassen, es soll in diesem Fall natürlich keinen anderen angreifen, da die meisten anderen hier zum Glück ein anderes Verhalten als Ben an den Tag legen.

  5. 5 Kathrin 28. Januar 2010 um 16:41 Uhr

    Ja Robert, wir haben das PLakat entworfen, um dich zu ärgern! Haha! Boah, das Plakat ist von den Frankfurter Studis! Ich finde es sehr gelungen, interpretieren kann es jede/r wie es beliebt.
    Es geht hier aber nicht um das Plakat, sondern um den Aufruf zur Demo. Also auf nach Frankfurt! (Robert, vielleicht würd dir ein Ausflug an der frischen Luft auch gut tun?)

    Eigentlich mag mensch nicht mehr auf Robert reagieren, aber die Sachen dann kommentarlos hier stehen lassen, ist auch nicht einfach. Na dann Robert, auf zur nächsten Pöbelrunde! Du hast wirklich ne Menge Energie, Hut ab!

  6. 6 Robert 28. Januar 2010 um 16:51 Uhr

    Ich hab das Plakat ja schon interepretiert wie es mit beliebt ;-) Aber danke das du denkst, dass ich nicht genug frische Luft bekomme, nochmal eine kleine verstecke Beleidigung. Aber ich glaube gepöblet hat jemand anderes zu erst und mit dem beleidigen angefangen auch. Also erstmal an die eigene Nase fassen bitte.

  7. 7 Martin 28. Januar 2010 um 18:35 Uhr

    Vielleicht wäre es möglich auch in diesem Blog mal wieder etwas Niveau einkehren zu lassen und die Sticheleien und ausgeprochen unschönen Beleidigung mal beiderseitig stecken zu lassen.

    Ich muss Robert Recht geben und Kathrin Unrecht, denn wenn das Plakat aussagt kommt nach Frankfurt und demonstriert, dann hätte man kein Bild draufpacken müssen oder? Jedenfalls keines, dass explizit körperlicher Gewalt aufruft, nämlich dem Werfen von Gegenständen. Auch wenn es nur Bücher sind, jeder Studi weiß, dass die Dinger verdammt schwer sind und andere verletzen können. Ich gebe Robert vollkommen Recht, wenn er sich in die Lage der Polizisten versetzt und sich fragt, warum sollten zur Gewalt aufgerufene Studis nur mit lieben Worten und Blümchen aufgehalten werden? Ist doch völliger Schwachsinn. Genauso das Vermummen, die Aufforderung diese Straftat anonym zu vollziehen. Das zeugt von Feigheit, eine Eigenschaft, die ich persönlich sehr verabscheue, aber ich bin da auch etwas konservativ geprägt.

    Zu dem Thema warum Robert hier soviel Zeit investiert…ihr habt ja anscheinend auch die Zeit diese Seite zu betreiben und zu füttern, obwohl ihr Studis seid, gern O-Saft trinkt und hoffentlich auch was mit Freunden unternehmt. Ich frage mich wo, hier der Unterschied liegt, so dass man eine Diskriminierung draus machen könnte. Insofern beschwert sich Robert vielleicht zu Unrecht,

    mit besten grüßen

    Martin Friemel!

  8. 8 Stefan R. 28. Januar 2010 um 19:12 Uhr

    Warum wird Robert eigentlich angemotzt, wenn er sich an den von Euch geforderten Diskussionen und auch noch kritisch beteiligt.
    Ich find das Plakat übrigens auch nicht so pralle – warum muß denn das immer so gewalttätig sein? Es widerspricht ja auch niemand, dass es nach Bücherwerfen aussieht.

    Auch die Email-Adresse, potsdam- warum immer so gewalttätig? Ich fahr ja auch auf Demos gegen Castor und Co,, aber nicht zu einer, wo meine Heimatstadt mit dem Imperativ zum Feuer verbunden wird.

  9. 9 Kathrin 28. Januar 2010 um 19:47 Uhr

    Zur Interpretation des Plakates: Es ist etwas gezeichnet worden, ein Mensch mit einem Buch das geworfen wird. Hier kann es auch so gedeutet werden, dass die Studis einfach Wut im Bauch haben die sie jetzt mit einer Demo rauslassen wollen.Die Darstellung kann also einfach als Darstellung der Wut begriffen werden und muss nicht als Aufruf zum Werfen von Büchern verstanden werden.(Wozu die Frankfurter Studis wohl kaum aufrufen würden)Das Plakat kann also auch als Metapher verstanden werden. Wie gesagt, interpretieren kann mensch Bilder auf viele Arten und darüber zu streiten, welche jetzt richtig, oder falsch ist, ist wohl überflüssig.
    Also wie gesagt, ich interpretiere es nicht als Aufruf zur Gewalt, sondern als Ausdruck von Wut in den Bäuchen der Studis, diese Wut soll jetzt rausgelassen werden, mit einer Demonstration, aber nicht mit Gewalt. Aber ich kann auch verstehen, wenn Leute das ganze anders sehen.
    Zu Robert: von mir sollte das kein Motzen sein, eher necken ;-) ich bin nur langsam etwas genervt gewesen, denn egal, was hier gepostet wird, Robert hat was dagegen und das finde ich sehr schade. Es muss auch verstanden werden, dass es Menschen gibt denen die ganze Sache sehr am Herzen liegt, die sich bemühen alles durch diesen Blog transparent gemacht wird (was bestimmt noch dauert, da jetzt Klausurphase ist) und die dann enttäuscht sind, wenn wieder dagegen gemauert wird. Kritik muss aber weiter ausgehalten werden, das stimmt.
    So long alles Gute und jetzt wird wieder weiter gelernt :-)

  10. 10 Kathrin 28. Januar 2010 um 19:49 Uhr

    Sorry, dass ich mich da oben wiederhole.. Na ja, doppelt hält wohl besser.

  11. 11 Ben 28. Januar 2010 um 20:18 Uhr

    @Martin und Stefan

    Ich würde uns alle ermuntern, bitte nicht jedes Detail des Plakats überzuinterpretieren und jeden einzelnen Aspekt (das Vermummtsein, das Buch, die Wurfhaltung) für sich genommen und getrennt voneinander zu betrachten.
    Das Plakat drückt in seiner Ganzheit betrachtet keine Gewalttätigkeit, sondern gerade genau das Gegenteil von dem, nämlich einen deutlich Gewaltverzicht aus und fordert die Benutzung von Wissen als Waffe statt Steinen oder harten Gegenständen. Der Entwurf des buchwerfenden Studis ist angelehnt an Banksys Blumenstraußwerfer, der wohl auch unter einer solchen Aussage zu deuten wäre. Wie kommt man denn auf die Idee, das Plakat rufe dazu auf, dicke Lehrbücher gegen politische Gegner zu werfen? Abgesehen davon dass sie dafür viel zu teuer sind?
    Für den besonderen Frankfurter Fall kommt noch eine zusätzliche Konnotation hinzu: Wenn die Hochschulleitung dort an der Goetheuniversität die besetzten Räumlichkeiten während einer Diskussionsrunde zwischen Professor_innen und Studierenden mit polizeilicher Gewalt räumen lässt und unterschiedslos wegen Hausfriedensbruch anzeigt, ist das Plakat daraufhin eine kritik an dialogfreien und Konfliktlösungen.
    Man kann sich von dem Plakat durchaus abschrecken lassen. Wenn man das will.
    Im übrigen finde ich,dass das Plakat eines der gelungensten im gesamten Protestwinter ist.

    Zu unserem Zeitmanagement: Dieser Blog wird von mehreren Personen aktualisiert, die Kommentare von noch viel mehr Menschen beantwortet.

    Zu den Bezeichnungen „Uni XY brennt“: Man kann Gewaltbezüge auch in Ausdrücke hineinglaskugeln. Die Email-Adresse, genauso wie die Twitterbezeichnung potsdambrennt wurde damals auch in Anlehnung an die Campusprotestbewegung in Österreich gewählt. Auf diesen Bezug macht die Campusprotestbewegung in Potsdam seit Anfang an aufmerksam. In Österreich missversteht man interessanterweise die Feuersymbolik nicht unter dem Aspekt des Zerstörens der Universität oder gleich einer ganzen Stadt. Und überhaupt hat kein einziger aus dieser Protestbewegung bisher irgendwelche Gebäude angezündet, noch stand das irgendwann zur Debatte.
    Gemeint ist hier vielmehr das Brennen als Entfaltung eines kritischen Bewusstseins und die Umsetzung in politische Praxis. Das ürfte die naheliegendste Interpretation sein. Ich habe den Eindruck diese Deutungsvariante wird von vielen bewusst ignoriert, damit man zur Hassbrenner_innen-Variante übergehen kann. Mich würde allerdings interessieren wieso das hierzulande so ist.

    Als allgemeines Fazit spiegelt diese Debatte hier übrigens das allgemeine Bewusstsein deutscher Studierenden wider.

    (Sorry für den grauen Administrator_innen-Hintergrund dieses Beitrags, hätte ich privat gepostet, wäre der Post aufgrund der Links als Spam einsortiert worden.)

  12. 12 Mario 28. Januar 2010 um 21:03 Uhr

    Eh Leudde man,
    es geht hier um nen BILDUNGSSTREIK, darum was zu verändern und nich um iwelche typen auf den flyern rafft ihrs nich!!!!!!!!!! Man eh das is ja so wenn ich n geiles essen bekomme und dann am geschirr rummecker und deshlab das essen nich ess meine fresse!!!!!!!!
    Ich bin mir sicher jez kommen wieder 1000 pseudo-intellektuelle Gegenbeiträge von Menschen sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen :D Eh chillt doch ma trinkt n erfrischendes sterni und habt nich gegen alles was an protest/demonstration/streik ne antihaltung!!!!!!!
    Peace out
    VENCEREMOS

  13. 13 me 28. Januar 2010 um 22:07 Uhr

    Ich habe jetzt verstanden, dass das Plakat nicht zum Bücherwerfen aufruft sondern nur im übertragenden Sinne destruktive Wut symbolisiert. Danke, dass habe ich darin tatsächlich nicht gesehen.

    Und sollte der ausgelöste Feueralarm dann auch als Metapher verstanden werden? Die Studenten brennen oderso?

    Ich bin verwirrt. Aber ich gebe mir Mühe die aktiven Bildungsstreiker zu verstehen.

    Aber zur Demo gehe ich nicht. Ich liebe Bücher über alles und mir wird bei dem Plakat ganz flau im Magen.

  14. 14 Sebastian 29. Januar 2010 um 0:40 Uhr

    @me: Dann solltest Du vielleicht doch zur Demo fahren. Und sollte jemand auf die Idee kommen, in echt Bücher werfen zu wollen, kannst Du dazwischengehen und die Bücher retten :-)
    (Und nur für diejenigen, die sowas nicht selbst erkennen: Dieser Beitrag war ironisch gemeint.)

  15. 15 Martin 29. Januar 2010 um 10:09 Uhr

    hallo Leute,

    vielleicht eine kurze Erwiderung zu Marios Beitrag…nicht jeder braucht ein gekühltes erfrischendes Sterni um zu chillen, wie du es nennst, andere schaffen das auch mit raumtemperierter Goldkrone.

    Ein Bild kann natürlich interpretiert werden wie man will…aber das wissen auch die Erfinder und man spielt auch mit diesen Interpretationen, die einige hier geäußert haben. Das ist das schlimme daran. Nicht dass man mit Interpretation und Metaphern arbeitet, wie Kathrin es so schön beschreibt. Es zeugt einfach nur von Eingeschränktheit mit einem Bild zu arbeiten, dass eine gewaltätige Interpretation zulässt. Und das genau das auch den Autoren der Uni Frankfurt bekannt ist, denn die sind sicherlich auch nicht blind und dumm. Das ist das was zu verurteilen ist, dass man mit Ängsten spielt. Dabei erreichen Plakate, die man z.B. am Bhf Park Sanssouci klebt nicht nur Studenten, die vielleicht noch solidarisch mit dem Protest sind, man erreicht auch Außenstehende. Und meint man in Frankfut wirklich, dass solche Darstellung die Solidarität in der breiten Masse, außerhalb der Bildungseinrichtungen, also der so schön bezeichneten Nicht-Eliten, erhöhen? Ich glaube nicht.

    Noch ein paar Worte zu dem Thema „Unibrennt“. Vielleicht habe ich eine Ahnung einer Antwort für dich Ben auf deine Frage warum in Österreich dieser Slogan keine Probleme bereitet. Es wurde hier bereits mehrmals über 68er-Gehabe diskutiert. Könnt ihr euch nicht vorstellen, dass in Zeiten, wo der Baader-Meinhof-Komplex ein Kassenschlager ist und die ewig-gestrigen durch alle mgl. Talkshows geschleift werden, es einfach Befürchtungen auslöst, wenn man Feuer und Unis in einem Satz nennt? Könnt ihr euch nicht vorstellen, dass man den letzten Rest an Solidarität damit vespielt? Es gilt das gleiche wie oben…ich nehme es niemanden ab, dieses Problem bei der Entwicklung dieses Slogans nicht bedacht zu haben. Niemand kann meiner Meinung nach abstreiten sich nicht einen Moment darüber nachgedacht zu haben bzw. von jemand anderen darauf hingewiesen worden zu sein. Dafür fällt mir ein schönes Bild ein, dass der Kabarettist Hagen Rether im Zusammenhang mit der Regensburger Rede des deutschen Papstes benutzt hat…der Haufen Stroh brennt und jeder versucht zu löschen während er im Haufen steht und genüsslich eine Zigarette nach der anderen raucht. Man kann dieses Bild auch einfach in 2 Worten zusammenfassen…geistige Brandstifter. Mit Vorsatz wird eine Stimmung der Konfrontation erzeugt und die Konsequenzen wurfbereiten Buch und halbverhüllten Gesicht entgegengenommen. Ein großes Lob auf jende die ihre eigenen Anstrengungen, die zugegebenermaßen gewaltig waren, sofort wieder untergraben.

    Mit besten Grüßen

    Martin Friemel!

  16. 16 Wurstwasser 29. Januar 2010 um 12:16 Uhr

    Hallo,

    jeder Mensch sieht darin eh was er, oder sie, darin sehen will.
    Zur bunten pluralistischn Ergänzung würde ich gerne meine Interpretation darstellen.
    Ich sehe einen Menschen, der sich gegen die Kälte mit einem Schal schütz, leider wurde ihm/ihr die Mütze im Vorfeld von der Polizei abgenohmen und deshalb ist ihm/ihr kalt, deshalb auch der gimmige Gesichtsausdruck! Ausserdem zögert die Polizei den Start der Demonstration durch fadenscheinige Argumente sehr herraus und um nicht in Langeweilge und Resignation zu verfallen würd ein Spiel gespielt. Da alle Studierenden soviel lernen müssen haben sie sich auf die Fahrt ihre Bücher mitgenohmen um zu lesen. Bei dem Spiel werden auf ein Kommando alle Bücher auf einen Haufen geworfen wenn das letzte Buch gelandet ist, laufen alle los und suchen sich ganz schnell ein neues interessant aussehendes Buch herraus. So kommt jeder ganz unkompliziert und auf amüsante Weise zu neuen, vielleicht interessanten, Büchern.
    Tja, das wird euch sehr wahrscheinlich auch in Frankfurt erwarten, deshalb auch dieses Plakat, damit alle Menschen schonmal wissen wodrauf sie sich einstellen können.

    Tja, ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich das Plakat unter ästhetischen Gesichtspunkten sehr hässlich finde.

  17. 17 GAL_lionsfigur 29. Januar 2010 um 12:19 Uhr

    Also ich als Vertreterin der GAL -> der grünen albackenden Liste, sehe in dem Plakat eindeutig einen Aufruf zur Straftat und würde es gerne verbieten lassen. Friedliche deutsche Demonstranten werden dazu aufgerufen, feindliche Bücher auf den Scheiterhaufen zu werfen und zu verbrennen.

    Das ist nicht gut weil das so im Gesetzt steht und ja, wählt mich!

  18. 18 Robert 29. Januar 2010 um 13:10 Uhr

    @GAL_lionsfigur Schade das da jemand so Feige ist und sich für jemand anderen ausgibt, sehr sehr arm.

  19. 19 Martin 29. Januar 2010 um 13:25 Uhr

    @Gal_lionsfigur…ich weiß nicht welche Komplexe dich dazu führen, deinen Feind in Vertretern der GAL siehst. Du wirst genau zu dem was du gerade mit dem Aufruf der Bücherverbrennung parodierst. Es wird dich aber erstaunen zu hören, dass man Kritik auch an dem Plakat auch aus ganz anderem politischen Hintergrund üben kann.

    @Wurstwasser: Wie bereits oben gesagt, es bleibt Raum zur Interpretation und das vor allem die gewaltätige Interpretation nicht ausgeschlossen ist, ist das Problem mit dem Plakat. Übrigends stimme ich dir mit der Ablehnung aufgrund ästhetischer Gründe nicht ganz zu, da es es aus rein grafischer Sicht ganz gut.

    Ich finde es schade, dass niemand auf die von mir hervorgebrachten Anregungen eingeht. Es scheint interessanter sein zu sein auf Robert oder Björn einzuschlagen.

    Mit besten Grüßen

    Martin Friemel!

  1. 1 Potsdam - Blog - 28 Jan 2010 Pingback am 01. Februar 2010 um 10:54 Uhr
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