Archiv für Juni 2009

Uni-Leitung gibt ihr okay

In der heutigen Senatssitzung sagte die Präsidentin der Uni Potsdam, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. phil. Sabine Kunst : „Die Hochschulleitung bringt dem Streik Unterstützung und Sympathie entgegen.“ D.h. alle Lehrenden sind aufgerufen, flexibel auf die Bildungsaktionen zu reagieren und den Studierenden eine Teilnahme zu ermöglichen, ohne dass diese Nachteile davon haben. Mit diesem Statement können wir alle ermutigt und motiviert in den Streik starten.

An alle Studierenden: Streikt bitte nicht, indem ihr einfach zuhause bleibt. Wir sollten diese Woche nutzen, um uns auszutauschen darüber, wie wir eigentlich lernen wollen und was in diesem Bildungssystem falsch läuft. Lasst uns zusammen Visionen einer besseren Bildung entwickeln. Gemeinsam schaffen wir einen konstruktiven und kreativen Streik!

NEU! – Hier seid ihr richtig – NEU!


ALTERNATIVES VORLESUNGSVERZEICHNIS (PDF-Datei)

(täglich aktualisiert)


DEMONSTRATION AM 17. JUNI 2009 IN POTSDAM

streikCAMPus (PDF-Datei):

streikCamp

Bildungsstreik an der Universität Potsdam

Hast auch du von einem Freund oder einer Freundin von dieser Seite gehört oder eines unserer Plakate, Flyer oder Sticker gesehen? Was auch immer dich auf diese Seite geführt hat, hier wirst du mehr über den Bildungsstreik 2009 erfahren.

In der Woche vom 15. bis zum 19.Juni bestreiken bundesweit SchülerInnen, Auszubildende und Studierende ihre Bildungseinrichtungen, um auf die Missstände im Bildungssystem aufmerksam zu machen. Auch wir können uns daran beteiligen und viele hunderte Studierenden haben sich bei der studentischen Vollversammlung dafür ausgesprochen. Deshalb versucht das Streikkomitee der Universität Potsdam seit Monaten einen Rahmen für einen konstruktiven Streik zu bieten.

Was könnt ihr tun um euch zu beteiligen?

Ein Streik sollte nicht bedeuten einfach daheim im Bett zu bleiben. Wir wollen alle Studierenden dazu auffordern in die Universität zu kommen, aber anstatt euch dort dem alltäglichen Lerntrott hinzugeben, könnt ihr vor den bestreikten Gebäuden an Alternativveranstaltungen teilnehmen. Wir werdn Informationspunkte an allen Standorten einrichten, an denen ihr euch immer informieren könnt. Am Café Eselsohr in Griebnitzsee, im Atelier über dr Mensa in Golm und auf dem Camp auf der Wiese am Neuen Palais. Auf diesem Camp werden auch sonst von Morgens bis Abends vielseitige Veranstaltungen stattfinden. Von Diskussionsrunden, Erfahrungsaustausch bis hin zu Musik, wollen wir mit euch und einer bunten Mischung viel Spaß haben.

Nutzt die Chance, um eure Forderungen für eine bessere Bildung zu formulieren, mit KommilitonInnen über Themen frei und ungezwungen zu diskutieren, die euch schon lange interessieren, aber in eurem Studium keinen Platz finden, bietet selber Diskussionsrunden / Seminare zu verschiedensten Themen an oder beteiligt euch an den geplanten Aktionen, wie z.B. friedliche Sitzblockaden. Siehe Alternatives Vorlesungsverzeichnis.

Was ist mit meinen Seminaren/Vorlesungen?

Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Redet in den nächsten Tagen mit euren Dozierenden, überzeugt sie davon sich am Streik zu beteiligen, fragt sie, wie sie es mit der Anwesenheitsliste in dieser Woche handhaben, bittet sie darum Veranstaltungen ausfallen zu lassen oder sie außerhalb der Gebäude anzubieten. Einige Dozierende haben schon gesagt, dass sie zu diesem Kompromiss bereit sind und den Streik aktiv unterstützen. Außerdem dürfen die meisten von euch drei Mal im Semester fehlen, dieses eine Mal wäre ein ganz wichtiges mit dem ihr ein Teil zur Bewegung für bessere Lern- und Lehrbedingungen beitragen könnt.

Vielleicht findet ihr auf den Wiesen rund um die Hochschulgebäude auch eure DozentInnen, die auf Grund der Ausnahmesituation ihre Veranstaltung außerhalb des Gebäudes anbieten, öffnen und vielleicht einen anderen Themenschwerpunkt (Bsp. Kritische Auseinandersetzung mit dem Bildungssystem) in den Fokus stellen.

Gehen wir auch auf die Straße?

Am Mittwoch, den 17. Juni 2009, rufen wir dann ALLE Studierende, SchülerInnen und Auszubildende dazu auf, sich der geplanten Demonstration anzuschließen. Treffpunkt ist ab 09:00 Uhr am Bassinplatz (nahe der Peter und Paul Kirche). Um 11 Uhr wird dann eine Auftaktkundgebung stattfinden. Anschließend laufen wir durch die Innenstadt, am Ministerium vorbei und versammeln uns nach einer tollen und bunten Demo wieder auf dem Bassinplatz. Dort wird dann eine Abschlusskundgebung stattfinden und dann ein Konzert mit vielen verschiedenen Bands.

Ihr seid auch jederzeit eingeladen dabei zu sein wenn wir gemeinsam unsere Forderungen an die Verantwortlichen in der Hochschulleitung oder im Ministerium übergeben wollen. Dazu werdet ihr hier zu gegebener Zeit nähere Informationen finden.

In der oben erkennbaren Info-Leiste findet ihr noch viele Infos zu alternativen Veranstaltungen, dem vorläufigen Forderungskatalog, Kontaktadressen, Videos und vieles mehr.

Ich freue mich auf euch und einen tollen, bunten Streik.

Steve
als kleiner Teil des Streik-Komitees

Aktualisierung des Forderungskataloges

Wir haben unseren (längst nicht umfassenden!) offenen Forderungskatalog nocheinmal in wenigen Punkten überarbeitet:

1. Der Punkt zur Drittmittelfinanzierung von Bildungseinrichtungen wurde wie folgt geändert:
„Die Drittmittelfinanzierung von Bildungsinstitutionen muss transparent gemacht und strengen Beschränkungen unterworfen werden. Der Studierendenschaft ist ein Mitbestimmungsrecht bei der Finanzierung durch Drittmittel einzuräumen. In diesem Zusammenhang fordern wir auch die gesicherte Finanzierung des Historischen Instituts der Universität Potsdam ohne Drittmittel vom Bundesministerium für Verteidigung. Außerdem sollen freie Flächen in Bildungseinrichtungen sinnvoll und nicht als privatwirtschaftliche Werbeflächen genutzt werden.“

2. Die Forderung für ein Teilzeitstudium in Brandenburg wurde eingefügt.

3. Da der psychologische Dienst der Universität Potsdam mittlerweile neu besetzt wurde, konnten wir diese Forderung streichen.